Ein PL519 Single Ender A-class mit Trafos und Übertrager aus einem Dynacord Bassking


Nachdem ich günstig einen Dynacord Bassking ersteigern konnte war eigentlich geplant ihn aufzuarbeiten und ich habe ihn mit einigen neuen Teilen dann auch zum laufen bekommen allerdings war ihm nicht das Knistern abzugewöhnen, die Pappplatine und die Potis hatten wohl viel Feuchtigkeit bekommen, es wäre ein kompletter Neuaufbau nötig gewesen was den Wert überstiegen hätte.

Nachdem ich dann Glück hatte und einen zweiten Übertrager günstig bekommen habe bot sich der Umbau zu einem Stereoverstärker an.

Mit dem Netztrafo war eine Spannung von 460V zu erreichen unter Last mit einer FET Reglung stabilisiert dann 400V, da bot sich passend zu den EL34 Gegentaktübertragern  eine PL519 an dann allerdings im Single End A-Class Betrieb.

Da ich mit dieser Zusammenstellung noch keine Erfahrung habe wurde der ganze Aufbau erst einmal auf einem Brett ausgeführt und gefiel bei ersten Test sofort klanglich, die Dynacord Übertrager sind mehrfach verschachtelt gewickelt und haben eine Lautsprecher Ausgangsimpedanz von 4 - 8 und 16 Ohm.

Der Dynacord Netztrafo hat Netzseitig eine 240V Wicklung, eine 335V Anodenwicklung, zwei 6,3V Heizwicklungen und eine 50V Wicklung zur Erzeugung der g1 Vorspannung was nicht reicht um die benötigten -82V der PL519 zu bekommen allerdings habe ich wie bei der NF20 eine teilweise automatische Gittervorspannung eingeplant die deutlich zum stabilen Betrieb der PL519 beträgt und nun passen die -60V g1 Vorspannung perfekt. Um die Heizspannung von 40V DC der PL519 zu bekommen habe ich einen zweiten 28V Trafo eingesetzt der mit einer Elkobeschaltung von 10000 microF eine brummfreie Heizspannung liefert. Die 400V Ub wird mit einem BUP307 stabilisiert, eine zweite FET Regelstufe versorgt die EF80 Treiberstufe und die g2 Spannung der PL519 mit stabilisierten 300V, die 6,3V DC Heizung erzeuge ich aus einer Reihenschaltung der zwei 6,3V Wicklungen mit einem StepDown Regler auf einer weiteren Platine.

2026 und der Amp soll ein neues Gehäuse bekommen.


Die Entscheidung ist auf ein älteres Lenco Gehäuse gefallen mit großen VUs das genügend Platz mitbringt.

Bei diesem Gehäuse fehlte der Deckel also habe ich Holzseitenteile angefertigt. Die Original Glühlampen wurden durch einen RGB Led Stripe ersetzt, die Platine in der Mitte stammt aus einem Sony Verstärker und sorgt für die Ansteuerung der VUs.

Die beiden Trafos sind montiert, der kleinere Trafo liefert die Heizspannung der PL519 Röhren, die restlichen Spannungen der Original Dynacord Netztrafo, die Anodenspannungswicklung ergibt 554V Vorspannung die von einem FET Regler auf stabilisierte 500V runter geregelt wird.

Über dem Dynacord Trafo findet die Heizregler Platine Platz, sie bringt aus den 12,6V ~ mit einem Step Down Regler die 6,3V DC Heizspannung der EF80 Röhren. Um die Leitungen kurz zu halten finden die beiden Endstufenplatinen ihren Platz direkt vor den Übertragern allerdings ist die PL519 zu groß in der Höhe aber das Problem löse ich später.

Vor den Endstufen findet ein weiterer FET Regler seinen Platz der aus den 500V stabile 300V zur Verfügung stellt die die Uv der EF80 Treiber erbringt und die g2 Gitterspannung der PL519, das hat sich als notwendig erwiesen weil die PL519 zum Pumpen neigt, zur weiteren Stabilisierung habe ich eine halbautomatische g1 Vorspannungsreglung gewählt wie sie Grundig auch in der NF20 anwendet, ein Teil der Spannung wird dabei mit einem 1k Kathodenwiderstand erzeugt, gleichzeitig wird eine Gittervorspannung von ca. -54V angelegt, es ermöglicht einen Feinabgleich so das keine gematchten Endröhren erforderlich sind.

 

Die Inbetriebnahme läuft problemlos ab, an den Anodenkappen sind direkt Spulen verlötet die ein Anschwingen der PL519 verhindert.

Ich habe ein Bodenblech als Deckplatte zugeschnitten und 4 Löcher für die PL519 gestanzt.

 

Die Abdeckplatte hat eine schwarze Lackierung bekommen und das Gerät hat einen Platz bei einem Freund gefunden.

Hier die Schaltung des kompletten Amps falls Jemand einen Nachbau versuchen will.


mailto:  info@roehrensockel.de

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