Zufallserwerb eines Grundig Fine Arts Röhrenvorverstärkers


Ich suche dieses Gerät schon längere Zeit, aber außer ein paar S/W Fotos von Elektor und einigen technischen Infos war selbst im I-Net nichts darüber zu finden. Und da stand er plötzlich in einer E-Bay Auktion, einige Minuten später war ich pleite. Also mal kurz in die Schweiz fahren und das gute Stück abholen ( sorry, aber einem Versandservice vertraue ich so etwas nicht an ). Noch größer mein Staunen, das Ding war nagelneu, in der Original Kiste verpackt und nicht nur alle Unterlagen dabei, sondern auch noch die kompletten Service Unterlagen inklusive Schaltpläne vom Grundig Service Center, unglaublich. Das Gerät wurde in einer verschraubten Holzkiste geliefert, eingeschlagen in ein rotes Tuch, genauso habe ich vorgefunden. In Tests des Jahres 1988 konnte sie zwar nicht die No.26 von Mark Levinson deplatzieren zog aber gerade im Bereich der CD und DAT Wiedergabe mit überragenden Ergebnissen in die Referenzklasse ein, somit wird sie erstmal meine eigene kleine Referenz an der sich meine eigenen Röhrenvorverstärker messen mußten. 

Hier eine Richtigstellung zu der Lehrlingsstory und zu den Problemen der Geräte Serie 1 - 99 von Herrn Dr. Burkhardt Schwäbe dem Schöpfer der Fine Arts-Serien von Grundig.

Zitat:


 

Leider stimmen die meisten Ihrer Angaben zum Röhren-Vorverstärker, den ich vollständig konzipiert habe, nicht:
es war keine Azubi-Übung - das hat Bernhard Fuß von AUDIO erfunden, weil ihm die Story so besser gefiel. Es sollte auch kein Nostalgie-Produkt werden, sondern das erste High End-Produkt einer Top-Serie Fine Arts ohne Zusatz ....by Grundig. Es war keine Handarbeit, sondern wurde im Grundig-Werk 14 industriell in Kleinserie gefertigt. Die ersten Geräte waren aus Messing zapponiert, etwa ab Nr. 24 wurde 24K hauchvergoldet, weil es keinen höheren Aufwand als Zapponieren bedeutete. Es gab keine Serienausfälle bis Nr. 50 und auch keine Überarbeitung des Netzteils. Von einem "Längsregler" als Problemlöser höre ich das erste Mal. Alle Änderungen in der Serie, die 300 Stück umfasste, kamen von meinem Schreibtisch.


Ende Zitat:

Da ich schon häufiger gefragt wurde ob es zu dieser Vorstufe auch eine Endstufe gab hier ein Link von Herrn Dr. Burkhardt Schwäbe, seit Anfang 2004 gibt es unter meinem Markenzeichen Final Arts auch die seinerzeit nicht weiter verfolgte Endstufe: www.audioclassica.de
 


Hier eine kurze Vorstellung des Geräts und einige technische Infos.

Hier mein eigenes Gerät in der schwarz eloxierten Version, die Nr. 105.

neu dazugekommen die goldene Version Nr. 075, da ein Gerät was immer funktioniert für mich sehr langweilig ist wurde die Nr. 105 wieder abgegeben und ich werde das defekte Gerät Nr. 075 reparieren und vollständig instand setzen, Fotos zum Innenaufbau und zur Reparatur gibt's dann in 1-2 Monaten.

Hier einige Ausschnitte aus dem Prospekt.

Die Schwarze Glanzversion.

 

 

Das Netzteil, die Heizung wird mit Gleichspannung betrieben und von einem L200 geregelt, die Anodenspannug ist durch Zenerdioden stabilisiert.

Die doppelte Lautstärkereglung führt zu hohen Fremdspannungsabständen und hoher nutzbare Dynamik. Ein 11 stufiger Pegelschalter ermöglicht die Einstellung das optimalen Einsatzpunktes der physiologischen Lautstärkeregelung in exakten 2 -db Schritten.

Die Röhren sitzen in keramischen mit vergoldeten Gabelkontakten, der Verstärker ist vollständig mit rauscharmen Metallschichtwiderständen und gütebeständigen hochwertigen Koppelkondensatoren aufgebaut.

Linealglatter Frequenzgang bei Eingang CD.

Für den Betrieb bei geringen Lautstärken sinnvoll berechnete, stufenweise einstellbare gehörrichtige Lautstärkekorrektur.

Das Impulsverhalten.

Hier noch das Blockschaltbild aus dem Service Manual.

 

Bei Fragen zum Grundig Fine Arts Röhrenvorverstärker einfach eine Mail senden.


mailto:  info@roehrensockel.de

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