Bausatzprojekt Vorstufe mit Klangreglung mit einer ungewöhnlichen Röhre der PCL85 oder PCL805

Die Idee zu diesem Klangregelmodul stammt aus einem alten Elrad Artikel von 1989 dem Röhrling, der Autor Gerhard Haas hat sich dort einige Gedanken zur Verwendung geeigneter Röhren gemacht und hat letztendlich eine ungewöhnliche Röhre gewählt die ECL86 die meist in kleinen Endstufen eingesetzt wird. Trotzdem eine gute Wahl, das Triodensystem entspricht einer halben ECC83 und bringt die Vorteile der Rauscharmut und eine hohe Verstärkung (100) mit, die Pentode ergibt entsprechend beschaltet und stromgegengekoppelt eine sehr gute niederohmige Ausgangsstufe, sie wird als Triode betrieben. Nicht einer Meinung bin ich bei der damaligen Verwendung von Elkos als Koppelkondensatoren, es ist zwar richtig das sie einen niedrigen Klirrfaktor haben aber einige Hörtests( z.B. von Elektor ) bei denen verschiedene Koppelkondensatoren in der gleichen Schaltung verdeckt probegehört wurden ergaben immer wieder das gleiche Bild, niemand konnte zwischen MKS, MKP und FKP Kondensatoren unterscheiden aber Elkos und Keramische Kondensatoren fielen negativ auf. Es gibt zwar einige hochwertige Audio Elkos die durchaus gut klingen aber ihr Preis steht in keiner vernünftigen Relation zu MKP Typen gleicher Kapazität, das Problem des Klirfaktors läßt sich durch die Verwendung von Typen mit hoher Spannung 630V und 1000V lösen.

Nun wollte ich nicht das alte Projekt abkupfern sondern als Anregung nehmen und habe einige Änderungen vorgenommen. Wie in meinen frühen Projekten habe ich versucht Röhren zu verwenden die in großen Mengen als NOS oder Old stock für vernünftige Preise und in großen Mengen zu bekommen sind und habe die PCL85 gewählt, die PCL805 ist fast baugleich und das Nachfolgemodel. Das Triodensytem hat eine genügen hohe Verstärkung (50-60) allerdings sind Triode und Pentode noch niederohmiger als die ECL86, die geringere Verstärkung lässt sich mit der Gegenkopplung ausgleichen. Ein Vorteil ist ist die geringe Anodenspannung mit denen beide Systeme arbeiten, was es ermöglicht mein Bausatzmodul mit vielen Ringkerntrafos mit üblichen Transistorspannungen zu versorgen die evt. vorhanden sind oder günstig zu bekommen.


Das Klangreglermodul in einer ersten optischen Ansicht mit einer PCL85 und PCL805 bestückt.

Ich verwende hier Alps Potis, der Vorteil dieser Schaltung ist das übliche Potis Verwendung finden, in diesem Fall 10k lin und 100k lin die leicht zu bekommen sind.

Das fertige Netzteil, die Pentode und Triode der PCL85 arbeitet mit 100V Ua im linearen Teil der Kennlinie, dadurch können bei diesem Netzteil leicht erhältliche Trafos genutzt werden wie in diesem Fall aus alten Kassetenrecordern.

Die fertige Verstärkerplatte, durch den sehr kompakten dreidimensionalen Aufbau der point to point Verdrahtung fällt sie kleiner aus als die Platinenvariante, einer der größten Vorteile gegenüber Platinen das Wege sehr kurz ausfallen können.

Es folgen Tests und später füge ich noch die Messkurven an.


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