Neuaufbau einiger Grundig NF2 und NF20 Endstufen Teil 3

Hier startetet der 3 Teil der lange überfälligen NF20 Serie


Die 2. NF20 Stufe

Hier das wieder entkernte Gehäuse aus dem 1. Teil, ich brauche es um es genau zu vermessen und die Teile für den später auf meiner gewerblichen Seite erhältlichen NF20 Bausatz zu erstellen. Dieses Gehäuse wird wieder mit der Originalschaltung aufgebaut, also vier EL84 und zwei ECC83. Parallel dazu entsteht ein zweite NF20 Endstufe als Bausatz natürlich mit anderen Übertragern und einem anderen Netztrafo, ich versuche mich dabei aber so nah wie möglich an das Original zu halten.

Hier das leere Chassis von hinten

und vorne

Hier das gebürstete Chassis

Die gereinigten und gebürsteten Fassungen, ich versuche hier soweit wie möglich wieder die Originalteile einzusetzen, meist haben die alten Originale eine bessere Qualität als neue Ware die auch hier nicht in Bohrungen passen.

Die Fassungen mit dem besten Zustand setze ich für die ECC83 ein. Das Gehäuse hat inzwischen eine Schutzlackschicht erhalten.

Wie immer in meinen Geräten verwende ich für Rückseite ein Kupferepoxydplatte, auch hier versuche ich die Originalbohrungen weiter zu nutzen, ein wenig knapp aber passt und bringt eine gute Trennung der NF Buchsen vom Netzteilbereich.

Die Übertrager sind wieder montiert, ich verzichte darauf die Übertrager zu lackieren um sie nicht zu beschädigen, abschließend bekommen sie eine Abdeckung.

Der Innenausbau hat begonnen, bei diesem Foto klar zu sehen die kurze Leitungsführung von Grundig die zu einem hohen Anteil zur Stabilität dieser Endstufe beiträgt, ideal die extrem kurzen Anodenanschlüsse, sie führen direkt von der Wicklung zu PIN 7 der Fassung, dem Anodenanschluss der EL84. Perfekt die Masseführung, die Lautsprechermasse der Übertrager ist direkt am Massesternpunkt des Gehäuses angeschlossen, auf die Original Lötleiste habe ich hier verzichtet da Pertinax nach über 30 Jahren seine Isolator Eigenschaften verliert.

Ein alter Görler Trafo passt perfekt, er hat ca. 50VA mehr als das Original also ordentlich Reserven.

Die Elkos sind da und montiert, der erste optische Eindruck natürlich mit Telefunken Röhren.

Die Grundfunktionen des Netzteils sind verdrahtet, Anodenvorspannung und Heizspannung beim ersten Test.

Fertigstellung der negativen Gittervorspannungsversorgung.

Nach zwei Wochen gehts weiter, neben dem Umzug in die neue Werkstatt gab es eine Menge Probleme beim Aufbau des Netzteils. Zur Glättung vom Ub 315V wurden neue Restpostenelkos aus DDR Beständen angekauft von RFT, leider überstanden die nicht mal 300V und schlugen durch oder wurden heiß, neue schraubbare Becherelkos sind selten und teuer, es sollten aber optisch dem Original nahe Alubecherelkos sein. Die gefundene Alternative NOS Valvo Elkos, die gabs allerdings nur als Platinenvariante, also musste ich eine spezielle Halterung konstruieren die diese Elkos fest im Gehäuse halten.

Im letzten Bild die Lösung, stehende Stege aus Kupferepox doppelseitig verlötet mit den Elko Masseanschlüssen, für mich in der Konstruktion auch ein Vorteil da so ein sicherer Massekontakt gewährleistet ist durch die verlötete Masse, der Massekontakt von verschraubten Becherelkos lässt durch das Oxyd im laufe der Jahre nach was hier nicht passieren kann. Nun noch der Probelauf mit Lastwiderständen des fertigen Netzteils. Die Schaltung die gewählt wurde ist im Gegensatz zur Grundigschaltung sehr aufwendig und trennt schon direkt hinter dem Gleichrichter die Versorgung der beiden Stereokanäle um eine Monoblock ähnliche Trennung zu erreichen.

Hier der neue obere Aufbau mit den Valvo Elkos

Fertigstellung der Verstärkerschaltung, nun folgen erste Tests, selektieren der Endröhren und Spannungsanpassungen.

Die Stufe 3 ist inzwischen fertiggestellt, Infos zum Bausatz jetzt in einem abgetrennten Projekt.


mailto:  info@roehrensockel.de

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