Die Verstärker

Ich betreibe momentan unterschiedliche Verstärker die sehr verschiedene Bereiche abdecken.


Neu ab Anfang 2017

Die Endstufen

Seit ich von einer kleinen Mietwohnung zu meinem Haus gewechselt habe haben sich auch die Möglichkeiten geändert. In meiner alten 30qm Wohnung waren die Leistungen auch kleiner Röhrenverstärker völlig ausreichend auch um ein gutes Verhältnis mit den Nachbarn zu pflegen, in meinem Haus wohne ich im Outback, drei Seiten mehrere km Abstand zur Bahn, Wäldern und Teichen und einem großer Abstand zum nächsten Nachbarn durch eine Pferdeweide, also kein Problem Nachts den Bohrhammer auszupacken und Wanddurchbrüche zu stemmen. Dadurch ist es natürlich Möglich mit weit höheren Leistungen zu hören insbesondere mit großen Bassvolumen, dabei sind dann auch große Gegentakt Röhrenverstärker schnell an Ihre Leistungsgrenzen gestoßen.

Als Alternative habe ich MOS FET Verstärker getestet und nach dem Erwerb eines Kora 90 Röhren-MOS FET Hybridvollverstärkers erste Versuche mit einer selbstgebauten Hybrid Endstufe gestartet, mit 2 x 90W Sinus und einem sehr Röhrennahen Klang war das eine gute Alternative und inzwischen habe ich diese Hybridendstufen weiterentwickelt so das nur noch zwei Doppeltrioden und zwei Endtransistoren benötigt werden selbst bei Leistungen über 300W Sinus je Kanal.

Inzwischen gab es eine Weiterentwicklung beim Versuch die Endtransistoren schneller zu machen und sich damit den Vorteilen von Endröhren und dem Klang der Röhren stark anzunähern, die Ring-Emitter Technik. Dabei wurden viele kleine schnelle Transistoren auf einem großen Emitter angeordnet und ein Leistungstransistor geschaffen der bessere Eigenschaften als ein MOS FET Transistor hat, dazu gibt es inzwischen auch fertige Hochleistungsendstufen.

Ich habe Sanken Ring-Emitter Endstufen von Bell Labs mit 2 x 500W Sinusleistung angeschafft und dazu ein passendes Gehäuse gesucht und bin bei einer Lenco Leistungsendstufe fündig geworden die baugleich auch von Uher vertrieben wurde. Es gab noch eine Billigvariante die glaube ich von Universum vertrieben wurde aber dort war leider ein billiger Trafo verbaut. Optisch gefielen mir die großen VUs sehr gut und eine Besonderheit ist der Hochleistungs Japan Core Trafo, ähnlich wie ein Schnittbandkerntrafo aufgebaut aber mit einem gegossenen Kern und besseren Eigenschaften.

Hier die offene Endstufe noch mit den Original Endstufen, sie waren mit den STK ICs bestückt, klanglich habe ich mir das nur einen Tag angetan und sie dann demontiert nur den VU Verstärker habe ich beibehalten.

So war das Original aufgebaut ich habe inzwischen aber eine neue Buchsenplatte montiert, hier gut zu sehen der Japan Core Trafo.

Hier die Lautsprecherbuchsenplatte mit hochwertigen Anschlüssen, auf die frühere Lautsprecherpaar Umschaltung wird verzichtet.

Der erste Testaufbau mit den Bell Labs Endstufen

Die Schalter in der Front die bisher zur Lautsprecherumschaltung benutzt wurden habe genutzt um den RGB LED Stripe der die alte Instrumentenbeleuchtung ersetzt hat farblich auf rot, blau oder der Mischfarbe umzuschalten, je nach Stimmung.

Die Vorstufe

Meine aktuelle Röhrenvorstufe ist vom Konzept anders aufgebaut als meine bisherigen Geräte, als Gehäuse habe ich einen defekten Telefunken TA350 genutzt, zum einen weil dort genug Platz war, er sich durch das Kunststoff sehr leicht umbauen lässt und in der Front schon alle benötigten Bedienungselemente verbaut sind.

Hier das Kunststoffgrundgehäuse des TA350, vorgesehen schon sechs Eingänge, ein fixed Ausgang und ein geregelter Ausgang, in der Front wurden die Original Potis gegen Alpsmotorpotis ausgetauscht, der anfällige Schiebeschalter gegen einen 6 poligen Drehschalter der die Eingangsrelais ansteuern soll nur die Klangregler Potis von Preh verbleiben erst mal.

Hier gut zu sehen der Ringkerntrafo ist montiert, in der Front sind die Originalkippschalter wieder montiert ohne Platinen.

Die wertige und massive Alufrontplatte, genauso wie die hochwertigen Original massiven Aluknöpfe.

Die Röhrenvorstufenplatte, ein Nachbau der Grundig Fine Arts Vorverstärker Ausgangsstufe hier aber mit einer ECC808 aufgebaut die der ECC83 entspricht aber sehr rauscharm ist.

Die montierte Vorstufe in einem ersten Testlauf.

Das fertige Netzteil mit einem Step Down Wandler der die 6,3V Heizspannung regelt und gleichzeitig 5V erzeugt mit der der D/A Wandler versorgt wird den ich als sechsten Eingang angefügt habe, unter den Chinch Eingangsbuchsen die Relaisplatte so angeordnet das möglichst kurze Signalwege realisiert werden. Ganz rechts die Fernsteuerbuchse für die Motorpotis die um möglichst störfrei zu arbeiten mit Lithiumbatterien versorgt werden, es wurde Lautstärke und Balance ferngesteuert ausgeführt, die Balance für mich wichtig weil gerade Schallplattenaufnahmen nie wirklich gleiche Kanalpegel haben.

Mein normaler Hörmodus ist fast immer die Linearschaltung, leider sind einige Aufnahmen so schlecht aufgenommen das ich mich entschieden habe eine Bass / Mitten / Höhen Klangreglung einzubauen wie gut zu sehen mit hochwertigen Alpspotis, ich habe eine möglichst geringe Korrektur gewählt um nur kleine Phasenfehler zu erhalten, das ganze ist natürlich abschaltbar ausgelegt..

Im Grundig Fine Arts Original werden aus Platzgründen Elkos als Ausgangskondensatoren verwendet, hier verwende ich zwei recht große MKP Kondensatoren.

Bei dieser Vorstufe handelt es sich um ein reines Stereogerät, im Aufbau befindet sich eine neue Vorstufe die meine Stereo und Digitale Welt vereint als 5.1 Variante mit hochwertigen D/A und A/D Wandlern.

Dazu demnächst mehr.

Womit ich teste (veraltet, in Arbeit )

Nach dem Moto ein Silberdraht ist der beste Vorverstärker fällt meine Testumgebung sehr puristisch aus, von meinem CD Player NAD 525BEE geht's direkt in eine simple Kupferbox mit einem Alps Lautstärke- und Balancepotentiometer, versorgt wird sie von zwei 3,6V Lithiumbatterien die einfach über Kabel und vier Taster die Motore steuern, damit vermeide ich sicher Störungen von diversen Oszillatoren, von dort steuere ich die Endstufen wenn möglich direkt an, beim Kora Explorer z.B. über den Prozessor Eingang. Da ich auch Digitale Quellen habe wie den Novell Popcorn hour dient der unter dem NAD platzierte Pioneer PDR-04 als D/A Wandler, eigentlich ein CD Recorder, aber durch die sehr gute Verarbeitung und hochwertige Wandler schlägt er viele heutige D/A Wandler mit dem zusätzlichen Luxus der Fernbedienung, Pegelanzeige und vieler schaltbarer und kombinierbarer Ein- und Ausgänge optisch wie auch koaxial.

In letzter Zeit teste ich auch immer mehr Transistorendstufen und Vollverstärker, einfach auch um einen ehrlichen Vergleich mit meinen Röhrenamps zu bekommen, hier eine kleine Aufstellung:

-Blaupunkt Artech MA5690 ( Artech ist eine von Blaupunkt selektierte Serie ähnlich Grundig Fine Arts )

-AVM Evolution A1, sehr edler Amp der Oberklasse mit kleinen Macken

-Philips PA386, robuster Vollverstärker der nach Umbau auf Alpspotis und MKP Kondensatoren in einer anderen Klasse spielt

-Telefunken STM 1, sehr ordendlich aufgebaute Endstufe, zu seiner Zeit ein Vorreiter in dieser Klasse.

-Kora Explorer 90si, ein Röhren / MOS FET Hybrid, mein absoluter Favorit, runder weicher Röhrensound ähnlich großer KT Endstufen mit 2 x 90 Watt Sinus FET Power.

Der Kora Explorer bildet auch den Grundstein zu meinem neuen Hybrid Projekt das unter anderen später zur Ansteuerung meiner E-Staten dienen soll.

Mehr zu diesen neuen Verstärkern auch in der neuen Rubrik "kurz Vorgestellt"


KT100 / EL34 A-Class Single End Endstufe - mein Verstärker der auf dem Dachboden in der Werkstatt der dort meine Transmissionslautsprecher treibt die mit KEF B-220 Bässen und Bändchen aus einer Infinity Kappa bestückt sind. Das stark überdimensionierte Netzteil kann auch mit 12V betrieben werden, mit über 400V Anodenspannung erreicht die Endstufe ca. 16W Sinusleistung allerdings musste ich die zuerst verwendeten KT100/88 durch EL34 ersetzen, die KTs kommen mit so einer hohen Spannung nicht gut zurecht und machten bei hoher Leistung rote Backen, mit den EL34 die für weit höhere Anodenspannungen geeignet sind gab es keine Probleme.

Foto folgt

Denon AVR-1840 - mein AV Receiver für den Heimkinobereich, Dolby Digital, DTS Betrieb, keine Referenz aber ein gutes Mittelklassegerät mit laststabilen 150W Endstufen wenns mal etwas lauter sein soll, aber nicht geeignet für qualitativ hochwertiges LP oder CD hören. Momentan mein erster Verstärker im neuen Hörraum zur Erstversorgung mit Musik.

 

mailto:  info@roehrensockel.de

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