Philips CD104


Mein erstes Opfer war ein Philips CD104 der trotz des enormen Alters sehr gut erhalten ist und Dank des massiven Aufbaus noch voll funktionsfähig bei mir ankam. Erste Hörversuche hinterließen auch ohne die geplanten Änderungen eine recht guten Eindruck. Ein weiterer Grund das ich dieses Gerät gewählt habe ist die gute Dokumentation die im Netz leicht zu finden ist und auch einfach auszuführen ist.

obwohl im Netz gut gut dokumentiert hier noch mal die einzelnen Umbauschritte, da ich drei Geräte besitze baue ich in kleinen Etappen um um einen Hörvergleich zwischen den Änderungen zu ermöglichen, das dritte Gerät bleibt im Ursprungszustand um den Vergleich aller Änderungen zu ermöglichen.

Hier die ausgebaute Decoderplatine, rechts oben die beiden TDA1540 DACs, darunter die beiden OP Amps die später durch eine Röhrenschaltung ersetzt werden, zwei Bi-Metallrelais schalten die Deemphasis und das Ausgangssignal, vor den DACs das SAA7030 Digitalfilter (laut Philips ( Sony hat das ganze später Oversampling genannt )), dieser Chip wird komplett entfernt und einfach gebrückt, ab dem CIM Chip SAA7000 werden der rechte und linke Kanal getrennt verarbeitet was ein grosser Vorteil gegenüber modernen Playern ist.

Hier die Decoderplatine nachdem der SAA7030 entfernt wurde, gut zu sehen die vier Brücken

Hier die Rückseite der Decoderplatine, der Widerstand von ca. 1kOhm am SAA7000 stellt das erforderliche Datenformat von 16Bit auf 14Bit um, die Leiterbahn die den Eingang auf Masse zieht wird unterbrochen und mit dem Widerstand von 5V auf das erforderliche High Signal gezogen. Die beiden 22microF Ausgangselkos wurden entfernt und durch 6,8microF MKP Kondensatoren ersetzt die gleichzeitig den zweiten OP Amp und den analogen Ausgangsfilter brücken, da der Player im Original bei mir ein wenig basslastig klang und nun auch noch der Filter wegfaellt habe ich diese Werte gewählt, da bei mir ein Röhrenpre mit mit 100k Eingangswiderstand folgt können bei niederohmigen Eingangsstufe aber durchaus 10 oder 15microFarad von Vorteil sein, mit der geplannten Röhrenausgangstufe entfallen sie sowieso.

Die Decoderplatine ist wieder montiert, das Originalchinchkabel sollte natürlich entfernt werden und durch hochwertige Kabel und vergoldete Chinchbuchsen in der Rückseite ersetzt werden.

Dank Philips ist alles gesteckt und das Netzteil lässt sich leicht entfernen um ein zweite Bohrung anzubringen, die untere Bohrung ist bereits vorhanden, hier das fertige Gerät nach dem ersten Umbau.

Der erste Hörtest nach dem entfernen des Oversamplings und der Analogfilter war eine Offenbarung, das Klangbild war nun selbst bei schlechten CDs unaufdringlich, die Bässe knackig und urtief, die Stereobasis ist breiter und präzise Ortbar, im Höhenbereich sind Dinge zu hören die vorher nur angedeutet wurden.

Fazit, allein dieser einfache Umbau lohnt sich, der CD104 hat meinen bisherigen Favoriten den NAD 424BEE deplaziert.


Weiter gehts mit Phase 2, Einbau einer Röhrenausgangsstufe mit Spanngitterröhren.

Die erste Frage beim Umbau auf eine Röhrenausgangsstufe war wohin mit der Röhre, für zwei kleine Trafos zur Versorgung der Heizung und der Anodenspannung ist neben dem CD Schlitten noch genug Platz, die Röhre hätte auch unter dem Decoderboard gepasst aber da machte mir die aufsteigende Wärme der Röhrenheizung Sorgen.

Also habe ich folgende Lösung gewählt.

Die Netzteilplatine ist auf der Rückseite am Kühlblech mit zwei Schrauben verschraubt, das ganze Kühlbleche habe ich auf Abstandsbolzen gesetzt

nun ist zwischen den Platinen und dem Kühlblech genug Platz um die zwei Röhren unterzubringen, außerdem kann jetzt von unten nach oben wesentlich mehr Luft ausgetauscht werden um die Heizungsluft abzuführen, die entstandenen Zwischenräume werde ich mit Kupfer und Gittern abdecken.

Weiter geht's wenn der mechanische Aufbau fertig gestellt ist.


Danach Umbauphase 3, Aufarbeitung des Netzteils

Bei Fragen zum Projekt sendet einfach eine Mail.


mailto:  info@roehrensockel.de

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